Plattform für frustrierte Handwerker

Bald beaufsichtigen statistisch neun Beamte jeden Handwerker, aber das Ziel ist erst erreicht, wenn niemand mehr produktiv arbeitet...

 

Cover des Buches

Über Bürokratie auf Rekordniveau kann man in der Satire "Regulierungswut" lachen.

 

 Das Buch spielt in einer vorschriftenüberfrachteten Zukunft und verspottet ungebremstes Behördenwachstum: Trotz Temperaturprotokollen für das Auskochen der Wischlappen, Unbedenklichkeitserklärungen für die Brötchentüten oder protokollierter Vergabe von Hygienehandschuhen an verkostungswillige Kunden lässt sich ein Bäckerei-Team nicht einmal von der Datenschutzfahndung entmutigen und entdeckt mit kreativen Verpackungen und der kabarettistischen Gourmet-Show "Mit Biss" ein Ventil für angestauten Frust. Aber als sogar der EU-Qualitätsoberbackkommissar mit Koffern voller Farbpaletten die normgerechte Brotbräunung reglementiert, wird es schwierig...

 

Außerdem überträgt der neue Unterhaltungsspaß bekannte Tatsachen auf neue Randbedingungen: Da werden gute Gesellen wie Fußballprofis verkauft, ein Star-Handwerker kümmert sich unter starkem Medieninteresse um die Benefizreparatur der Turmuhr, Haustechnikführerscheine müssen abgelegt werden und auch Aufnahmeprüfungen für Auto-Käufer werden diskutiert. Neben Problemen bei der Reparatur-Flatrate und Handwerkerpflichtversicherungen geht es um Bauherrenranking, Benutzungszwang beim Brötchenbringedienst, Prepaidkarten für Handwerkerleistungen, Kompetenzrollen-Pflicht für Politiker sowie geringere Krankenkassenbeiträge bei bewegungsintensiven Berufen. Handwerker schreiben wegen voller Auftragsbücher ihre Termine aus und müssen auf verschiedene Tricks einer neuen Vermittler-Branche reagieren, die zu schnelleren Installationsterminen führen sollen.

 

So bereitet sogar Bürokratie Spaß!